Sexueller Missbrauch

Sexueller Missbrauch

Sexueller Missbrauch ist in Deutschland ein sehr großes und auch verbreitetes Thema, was aber auch totgeschwiegen wird.

Sexueller Missbrauch wird sehr oft an Kindern vollzogen, egal ob Mädchen oder Jungen. Die meisten Betroffenen sind aber leider Mädchen. Oft passiert es in der eigenen Familie. Entweder Vater oder ein anderes männliches Familienmitglied. Aber auch Mütter haben sich schon an ihren Kindern vergangen. Da waren es dann meistens Jungen. Bei den Kindern fängt es oft im Kleinkinderalter schon an, wo sie die ersten Begegnungen mit sexuellem Missbrauch erfahren. Oft wissen sie noch gar nicht, was da passiert. Sie wissen nicht damit umzugehen und vertrauen sich demzufolge auch niemanden an, weil ihre Angst einfach zu groß ist, dass noch schlimmeres passieren könnte.

Die Kinder werden zum Beispiel dazu gezwungen, ihren männlichen Verwandten an dem Penis anzufassen und sollen ein bisschen damit zu "spielen". So kann es vorkommen, dass dies öfters in der Woche passiert. Den Tätern geht da bei einer ab. Sie lieben es angefasst zu werden von Kindern. Erwachsene können ihnen dieses Gefühl der absoluten Kontrolle über ihr Opfer nicht bieten. Aus diesem Grund suchen sie sich Kinder, denn bei ihnen wissen sie, dass sie nichts sagen. Sie drohen, dass sie ihnen oder den Geschwisterkindern etwas antun, wenn sie jemanden ein Wörtchen sagen.

Es gibt aber auch Männer und Frauen, die ihre Kinder einfach sexuell missbrauchen, um mit ihnen Geld zu verdienen. Sie "verkaufen" ihre Kinder sozusagen. Sie bieten sie im Internet auf diversen Pornoseiten, wo es um Kinder geht an, und verdienen sich eine goldene Nase damit, wo sie ihr Kind zu sexuellen Handlungen anbieten. Oft drehen sie auch Filme über diese Geschehen um die kinder noch mehr zu demütigen oder gar unter Druck zu setzen, dass sie niemanden etwas sagen.

Sexueller Missbrauch
Die Kinder, die sexuell missbraucht werden, leiden ihr Leben lang an diesem Trauma. Sie bekommen keine Chance das Erlebte zu verarbeiten. Und wenn doch, dann erst im Erwachsenen Alter. Doch viele schaffen es gar nicht erst bis dort hin. Ihre Qualen, Ängste und auch Panikattacken, die sich im Laufe der Zeit entwickeln können, sind irgendwann so groß und auch stark, dass sie sich das Leben nehmen. Sie kommen damit nicht klar, was ihnen angetan wurde und haben keine Hilfe bekommen, weil sie sich aus Angst und Scham niemanden anvertrauen konnten.

Wenn sie sich doch jemanden anvertrauen, was oft sehr schwer fällt, können sie sich an bestimmte Institutionen wenden, wo sehr gut geschulte Psychologen ihnen zu Seite steht. Aber auch die Angehörigen können diese Hilfe mit in Anspruch nehmen, denn für diese ist es oft auch nicht leicht mit dem Geschehenen umzugehen. Sie machen sich Vorwürfe, dass sie bei ihrem Kind nichts an Veränderung bemerkt haben, dass sie ihrem Kind einfach nicht zugehört haben, wenn es sich öffnen wollte.

Leider ist es bei Missbrauchsfällen so, dass dieser im Grunde genommen schon nach der eigentlichen Tat verjährt. Jedoch kann es in besonders schweren Fällen von Missbrauch dazu kommen, dass es erst nach 30 Jahren zur Verjährung kommt. Dies entscheidet dann jeweils ein Richter.

Wenn Ihr Kind missbraucht wurde, dann gibt es einige Stellen wo Sie um Hilfe bitten können. Beispielsweise übernehmen die Krankenkassen eine ambulante Therapie. Das sogenannte hilfeportal-missbrauch.de bietet zudem jede Menge Informationen an, wo Sie sich hinwenden können. Sie stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und helfen dabei, das Geschehene zu verarbeiten. Auf jeden Fall sollten Sie den besondern Augenmerk auf Ihr Kind legen, wenn es dabei ist, sich zu verändern, und ihm vor allem zuhören und beistehen.